3-tägiges Turnier auf Rügen

    Montag, 02. Juli 2007 | Lokalsport


    Wettergott ist kein Fußballfan

    Das Bergener Fußball-event 2007 ist Geschichte. Trotz strömenden Regens lieferten sich die Teams vor über 1000 Zuschauern gute Spiele.

    Bergen Aufatmen war bei den Organisatoren des ersten Bergener Fußballevents am Samstagabend angesagt. Die Feuerprobe war bestanden. „Es war ein schönes, sehr gut organisiertes Turnier“, lobte Thomas Finck, Trainer von Hansa Rostocks Amateuren. Nur das Wetter, das war richtig Mist. „Aber dafür kann ja keiner was“, so der Rostocker. Er jedenfalls habe mit seiner Mannschaft trotzdem Spaß gehabt. Wiederkommen? „Klar, wir sind gern wieder mit dabei, wenn ein solches Event wieder stattfindet“, verspricht Finck.
    Zwar schien zu Beginn des Fußballnachmittages noch die Sonne und die Zuschauer strömten in Scharen ins Bergener Stadion. Die Kinderolympiade kam bei den Lütten gut an: An die 50 Kinder wetteiferten beim Jonglieren, Torwandschießen, im Slalomlauf und beim Quiz miteinander, parallel spielten die F-Jungs des VfL und des SV Rambin und waren im Anschluss „stolz wie Bolle“, als sie das Spalier für die Turniermannschaften bilden durften.

    Die Atmosphäre im Stadion war gut – die Union-Fans machten lautstark für ihre Mannschaft Stimmung, die Hansa- und VfL-Fans standen aber dem in Nichts nach. Bei den fair ausgetragenen Spielen, während denen es teilweise schüttete wie aus Kübeln und der Rasen im Stadion zu einer Schlitterbahn wurde, machten es die Bergener und die Spieler der Landesauswahl den Favoriten nicht leicht. Im Gegenteil. Sie hielten gut mit, kamen selbst zu einigen Chancen. Natürlich, am Ende waren Union und Hansa die ersten Zwei. Für Bergen und die Meck-Pomm-Elf jedoch kein Grund zum Ärgern. Sie hatten ein gutes Turnier gespielt, hatten gezeigt, dass sie in der Lage sind, es den „Großen“ schwer zu machen.

    „Ich denke, es war ein gutes Event“, so Oliver Begerow, Trainer von Bergens Erster. Natürlich gebe es immer Dinge, die noch besser gemacht werden können. „Aber es lief alles reibungslos. Es gab keine Krawalle, die Mannschaften waren zufrieden und die Zuschauer bekamen trotz des Regens gute Spiele geboten“, so Bergens Coach.

    Montag, 02. Juli 2007 | Lokalsport


    Das Aus kam nach zehn Minuten

    Bergen „Ich dachte, ich seh die Welt von oben.“ Marko Zaeske, Torhüter des VfL Bergen, war der Pechvogel des Tages. Nachdem er in der Eröffnungspartie einige Bälle der „Eisernen“ glänzend parierte, ging er nach nur zehn Minuten zu Boden. Bei einem erneuten Angriff der Unioner lief Bergens Keeper aus seinem Kasten, rief seinen Mannschaftskollegen noch etwas zu. Zu spät. Sefedin Zeqiri konnte nicht mehr stoppen und rannte seinen eigenen Mann über den Haufen. Sein Knie rammte er genau in den Brustkorb des Keepers. „Ich dachte, ich hab ihm die Rippen gebrochen“, sagte Zeqiri nach der Partie.
    Bergens Abwehrmann war fix und fertig, konnte nicht fassen, dass er seinen eigenen Mann k. o. schlug. Für Marko Zaeske, der sich am Boden wälzte und nach Luft rang, rief er laut nach Hilfe. Diese kam vom Doc der Unioner, der den Bergener „erstversorgte“. Mannschaftskollegen riefen den Notarzt, der den Keeper mit ins Krankenhaus nahm.

    „Ich hab denen aber schon während der Fahrt gesagt, dass ich auf keinen Fall im Krankenhaus bleibe“, sagt Marko Zaeske, der nach gut anderthalb Stunden wieder im Stadion war. Diesmal nur als Zuschauer. „Leider. Ich hatte mich so auf das Spiel gefreut. Und dann ist so früh Schluss“, sagt er. Einen Vorwurf aber mache er Sefedin Zeqiri nicht. „So was passiert halt. Wo sollte er auch hin? Er hat keine Schuld. Und ich werde beim nächsten Mal wieder so handeln, werde wieder rausgehen. Das musst du als Torhüter eben“, so Marko Zaeske.
    Montag, 02. Juli 2007 | Lokalsport


    Turnier soll keine Eintagsfliege bleiben

    Über 1000 Zuschauer lockte das erste Fußballevent ins Bergener Arndt-Stadion. Eine Zahl, mit der die Organisatoren zufrieden sein können. Sie hatten innerhalb kürzester Zeit einen sportlichen Höhepunkt auf die Beine gestellt, namhafte Vereine eingeladen und Improvisationstalent bewiesen: So war beispielsweise bei der Absage von Hertha BSC Berlin schnell ein Plan B parat. Natürlich, es gibt immer Dinge, die besser gemacht werden können. Aber aus Fehlern kann man lernen und sie beim nächsten Mal ausmerzen. Bleibt nun zu hoffen, dass es ein nächstes Mal gibt, dass das Fußballevent keine Eintagsfliege bleibt, sondern zu einer Tradition auf der Insel wird. Denn für Bergen ist es mehr als ein sportlicher Höhepunkt, es ist ein Imagegewinn für die ganze Insel.