2. Spieltag

      2. Spieltag Kreisoberliga NVP/RÜG

      TSV Wustrow - SG Wöpkendorf 0:3 (0:0)

      Tore:
      0:1 Christian Thiel (66.)
      0:2 Andreas Lewerenz (70.)
      0:3 Michael Rummelhagen (90.)

      bes. Vorkommnisse:
      Rote Karte für Florian Höhn (SGW) wegen einer Tätlichkeit (61.)

      SGW:
      Tom Großmann - Andreas Lewerenz, Martin Slomski (C), Mario Schröder,
      Aaron Priepke - Frank Meier - Falco Lange (59. Michael Rummelhagen),
      Florian Höhn, Sven Köpke, Fabian Schwärmer - Christian Thiel (80. Ralf
      Wlodarczyk)

      o.E. Sebastian Böttge, Sebastian Eickhoff


      Zweites Spiel, zweiter Sieg! Die Wöpkendorfer zeigen eine tolle Moral
      und bringen 3 wichtige Punkte vom Fischland mit in die Heimat. Doch so
      leicht wie es klingt war es nicht. Schon vor dem Anpfiff musste das
      Trainergespann um Thomas Buchholz und Udo Richeling improvisieren. Mit
      Patrick Fürstner und Felix Scheffler fehlten zwei Spieler, die in der
      Vorwoche noch in der Anfangself standen. Routinier Mario Schröder und
      Allzweckwaffe Falco Lange schlossen die entstandenen Lücken. Im ersten
      Abschnitt neutralisierten sich die Kontrahenten weitesgehend. Gute
      Chancen waren Mangelware. Erst nach ca. 25 Minuten kam Schwung in die
      Partie. Flügelflitzer Fabian Schwärmer scheiterte zunächst alleine auf
      das gegnerische Tor zulaufend am TSV Keeper Marvin Boldt (25.) und
      direkt im Anschluss verzog der einzige nominelle Stürmer der SGW,
      Christian Thiel aus kurzer Distanz (26.). Die Fischländer beschränkten
      sich auf die Defensivarbeit und zeigten eine hohe Laufbereitschaft. Kurz
      vor dem Pausentee dann fast der Paukenschlag. Nach einer schönen Flanke
      von rechts, köpfte der Wustrower Nick Deichmöller den Ball mustergültig
      gegen die Laufrichtung des SGW-Schlussmanns Tom Großmann und traf die
      Unterkante der Latte. Tiefes Durchatmen bei den Gästen. Nach neuem
      Einschwören in der Halbzeit gab es auch in der zweiten Hälfte zunächst
      keine weiteren Großchancen. Der Wendepunkt der Partie folgte nach einer
      Stunde Spielzeit, als Florian Höhn die rote Karte sah (61.). Diese Karte
      wirkte wie der Dosenöffner im Wöpkendorfer Spiel. Von nun an wurden die
      Angriffe energischer zu Ende gespielt und alle wichtigen Zweikämpfe
      gewonnen. Folgerichtig netzte Christian Thiel mit seinem zweiten
      Saisontreffer zur verdienten Führung ein (66.). Als kurze Zeit später
      Andreas Lewerenz auf 0:2 erhöhte (70.), kannte der Jubel der
      SGW-Anhängerschaft keine Grenzen mehr. Der TSV fand weiterhin keine
      Mittel gegen die Abwehrreihe der Rot-Schwarzen und kam bis zum Abpfiff
      nur noch durch harmlose Weitschüsse zu Tormöglichkeiten. Der Schock bei
      den Wustrowern saß tief, was das kuriose 0:3 zur Folge hatte. Ein
      Schussversuch von Aaron Priepke rollte Richtung Eckfahne und alle
      TSV-Spieler erwarteten den Abstoß. Doch Joker Michi Rummelhagen war noch
      hellwach und ersprintete den Ball vor der Linie. Er zog nach innen und
      tunnelte den gegnerischen Torhüter zum abschließenden 0:3 (90.). Die SGW
      blieb damit auch im zweiten Einsatz ohne Gegentor und grüßt zusammen
      mit dem SV Niepars von der Tabellenspitze! :juchu
      Erster Auswärtssieg für Niepars

      Im Spiel gegen den SV Traktor Kirchdorf hat der SV 93 Niepars lange Zeit Probleme, seine Favoritenrolle zu untermauern. Letztlich ist der 4:0 Sieg jedoch verdient.

      „Natürlich freue ich mich über die Tabellenführung, doch viel wichtiger ist mir die überzeugende Mannschaftsleistung“, zeigte sich der Erfolgstrainer der 93er Clauer mit der Leistung seiner Jungs zufrieden. Dass es jedoch lange Zeit nicht nach einer derart eindeutigen Nummer aussah, erkannte auch er. Die Heimelf war in der Anfangsphase oftmals das entscheidende Quäntchen aggressiver und kam so zu einigen Tormöglichkeiten, welche Schlussmann Höhle parieren musste. Die Gäste um den frischgebackenen Doppelpapa L. Goldbecher agierten zögerlich und zeigten sich hinten wie vorne wenig solide. Die 1:0 Führung fiel daher überraschend: Ein langer von Abwehrlegende F. Goldbecher fand seinen nicht minder begabten Bruder L. Goldbecher. Dieser setzte sich im gegnerischen Strafraum durch und verwertete sicher.

      Das Erfolgserlebnis gab den Blau-Weißen Auftrieb. Die Pässe wurden sicherer, die Ballverluste seltener und die Chancen häuften sich. Kurz vor der Pause zeigte Schwuchow sein Können und ließ auf der linken Seite sämtliche Gegenspieler stehen. Seine Hereingabe fand den bis dahin glücklosen Rost, welcher in überschwänglicher Euphorie über seinen ersten Kuss über seine bunten Schuhe stolperte und dabei gegen den Ball lief – 2:0.

      Der Seitenwechsel hatte anfänglich keinen Bruch im Nieparser Spiel zur Folge. Die Clauer-Elf agierte nun besonders defensiv stabil und hatte durch einen Lattenknaller von Rost die Chance auf die frühe Vorentscheidung. Dennoch gab sich Kirchdorf nicht geschlagen. Begünstigt durch Unkonzentriertheiten in der Vorwärtsbewegung der 93er drängten die Hausherren auf den Anschlusstreffer. Doch wenn die Viererkette um Wessel, F. Goldbecher, Gluch und Jabke einen Ball mal nicht konsequent klären konnte, war Torwart Höhle stets ein sicherer Rückhalt.

      Für die Entscheidung in der 63. Minute sorgte schließlich Crocodile-Hunter in Spe Schumacher. Nach einem Durcheinander im Strafraum bewahrte er die nötige Ruhe und schloss zum 3:0 ab. Das vierte Tor erzielte ebenfalls Schumacher, nachdem ihn Rost mustergültig bedient hatte. Diesmal krönte er seinen zielstrebigen Sturmlauf aus spitzem Winkel mit seinem zweiten Saisontor. Dass dieses auch sein vorerst letztes für den SV 93 Niepars sein wird, schmerzt den Verein wie auch die Fans sehr. Trotzdem lässt sich der Jungspund nicht von seinem Ziel abbringen, seine Sprungkraft im Land der Kängurus zu optimieren. „Das kann dem Verein letztlich nur zugute kommen“, ließ Trainer Clauer mit einem lachenden und einem weinenden Auge einige Tage vor der Partie verlauten.

      Weitere gute Tormöglichkeiten durch Saeger und Heidmann hätten für einen noch höheren Triumph der Nieparser sorgen können, doch das 0:4 spiegelt den Spielverlauf am ehesten wieder.

      Aufstellung: Höhle – Wessel, F. Goldbecher, Gluch (Seager) , Jabke – Klatt, Schumacher, Schwuchow (Heidmann), Blachowski, L.Goldbecher (Hedtke), Rost

      fgo