Hansa Rostock im Aufschwung, kann Hansa Zweite?

      Hansa Rostock im Aufschwung, kann Hansa Zweite?

      Hansa Rostock im Aufschwung, kann Hansa Zweite? Nachdem das Fazit vor einem Jahr noch war, dass Rostock nach elf kassierten Treffern in zwölf Begegnungen ein Sturmproblem hatte, obwohl es nicht an Chancen mangelte, war wohl die Prognose für einen möglichen Aufstieg in die Zweite eher eine düstere. Aber: Trainer Baumann hatte der Mannschaft einen neuen Stempel aufgedrückt, der modern und frisch daherkam.

      Und nun, ein Jahr später – 3 Siege in Folge und 10:0 Tore, ein Spiel danach verloren. Die Hanseaten halten aktuell mit nur einem Punkt Abstand den Anschluss an die begehrten Aufstiegsplätze, nachdem sie zuletzt grandios auf den 7 Rang stürmten. Dabei verharrten sie vor wenigen Wochen noch auf dem 16. Platz des Tabellenendes. Wer hätte das also gedacht?

      Man kann es sich nicht ausrechnen, denn Hansa ist nur noch schwer kalkulierbar. 14 Saison - Tore verteilen sich auf 10 Schützen, jeder will Tore machen. Der Gegner wird sich also warm anziehen müssen, wenn er dem Sturm aufs Tor standhalten will. Der Star ist die Mannschaft, die knallhart in drei Spielen zehn Tore erzielt hat. Cheftrainer Christian Brand brachte es auf den Punkt: „Jeder ist geil und will Tore machen“. Das ist echte Motivation für Gewinner, die die Kogge ohne Zweifel zu einer Mannschaft der Zweiten macht.

      Ein Hauptgrund ist wohl der Wechsel des Cheftrainers im Dezember 2015, keine drei Monate nach Baumanns 'frischem Wind' in der Taktik. Trotz einiger Rückschläge in 33 Pflichtspielen setzt sich die neue Struktur vom derzeitigen Cheftrainer Christian Brand durch, die man als konsequent, akribisch und teils als experimentell bezeichnen darf. Er entwickelt nicht nur die Mannschaft weiter, sondern auch sich selbst, indem er aus den Fehlern neue Wege ableitete, womit er sich selbst enorm weiterentwickelte. Er selbst ist die Ruhe und Gelassenheit in Person und ein unbeirrbarer Realist, der die Mannschaft bei Sieg oder Niederlage erdet. Ein Umstand den die geplagten Rostocker nach den Unruhen der Vergangenheit bitter nötig haben.

      So verwundert es nicht, dass im Kader endlich Ruhe herrscht. Die Kogge besitzt mit 24 Spielern zwar nur einen der kleinsten Kader der Liga, aber der spielt konzentriert und hoch motiviert. Kleiner Kader bringt eine hohe Flexibilität. So ist die Abwehr zwar mit nur sechs Spielern reichlich dünn besetzt, was aber völlig unproblematisch ist, denn nur wenige Spieler sind in ihrer Position fest eingebunden, die meisten sind flexibel einsetzbar.

      Die Strategie des Trainers unterstreicht auch der 'frisch gebackene' Hansa-Kapitän Michael Gardawski. Er hatte sich im vergangenen Jahr für Hansa Rostock entschieden und fühlt sich im Norden wohl. Der aktuelle Aufschwung tut dabei sein Übriges. So fasst er diesen mit den Worten „wir dürfen nur nicht abheben“ zusammen und zeigt so, was die Hanseaten mittlerweile zusammenhält: Bodenständigkeit, Konzentration und Ehrgeiz. Wenn das nicht drei Garantien für die zweite Liga sind.

      Das spiegelt sich auch in den derzeit angebotenen Wettquoten von mehreren Anbietern wider, die in Deutschland eine Lizenz besitzen. Man darf also gespannt sein und vielleicht sind die Hanseaten ja in der nächsten Saison zweitklassig. Gegönnt sei es Ihnen.

      Viele Grüße
      Tippspielkönig in der Kreisoberliga NVP/RÜG (11/12,12/13,13/14, 14/15) :king :king :king :king