Confed-Cup

    Bafana Bafana" will Herzen zurückerobern
    Staatspräsident Jacob Zuma fordert den Gewinn des Confederations Cup, doch der Ex-Dortmunder Steven Pienaar lässt sich davon nicht nervös machen.



    "Wir sind alle entspannt, trotz der Worte des Präsidenten. Wir müssen relaxt bleiben, wollen wir erfolgreich in diesem Turnier abschneiden", sagte der Mittelfeldspieler des FC Everton vor dem ersten Auftritt der südafrikanischen Nationalmannschaft am Sonntag (16.00 Uhr/live im DSF) im Ellis Park in Johannesburg gegen Asienmeister Irak.

    "Anhänger zuruckgewinnen"

    Pienaar sieht den Confed Cup als willkommene Gelegenheit für sein Team, ein Jahr vor der WM gute Stimmung bei den eigenen Fans zu schaffen: "Dies ist eine Möglichkeit, um die Anhänger zurückzugewinnen, damit die Kritiker verstummen. Wir wollen zeigen, dass wir auf höchstem Niveau mithalten können."

    Im Vorfeld des Turniers hatten die südafrikanischen Stars wegen eines Prämienstreits mit dem Verband offenbar an Kredit verloren.

    Pienaar will durchstarten

    Zuletzt hatte es einen 1:0-Erfolg im Test gegen Polen gegeben, wobei Mittelfeldstar Teko Modise verletzungsbedingt zuschauen musste. Pienaar erlitt eine Blessur am rechten Sprunggelenk, will aber gegen die Iraker auf jeden Fall auflaufen. "Ich würde mich freuen, wenn ich für mein Land genauso gut spielen könnte wie zuletzt für meinen Club", sagte Pienaar, der mit Everton das FA-Cup-Finale gegen den FC Chelsea verloren hatte.

    Der ehemalige Dortmunder sieht durchaus eine realistische Chance, mit Südafrika beim Confed Cup zu triumphieren: "Ich hoffe, die Trophäe bleibt am 28. Juni hier. Wir wollen allen zeigen, was unsere Mannschaft drauf hat."

    Santana will den Sieg

    Für Südafrikas Nationaltrainer Joel Santana kommt dem Auftaktspiel eine große Bedeutung zu. "Sollten wir den Irak schlagen, wäre das schon fast die halbe Miete, um in diesem Turnier erfolgreich zu sein", sagte der Brasilianer, der voraussichtlich im Tor dem jungen Itumeleng Khune wie schon gegen Polen das Vertrauen schenken wird. Neuseeland und Europameister Spanien sind die weiteren Gegner von "Bafana, Bafana" in der Vorrunde des WM-Testturniers.

    Als Favorit beim Confed Cup gilt ohne Zweifel Spanien, das seit 32 Länderspielen ungeschlagen ist und erst unter der Woche einen 6:0-Kantersieg gegen Aserbaidschan mit dem ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts gelandet hatte.

    Spanien geht auf die Safari

    Die spanische Mannschaft, die am Sonntag (20.30 Uhr/live im DSF) in Rustenburg auf Neuseeland trifft, schaltete am Freitag bei einer Safari im Krüger-Nationalpark ab. Trainer Vicente Del Bosque ließ seine Spieler nur auf Sparflamme trainieren, setzte eher auf Regeneration.

    Brasiliens Nationaltrainer Dunga schätzt die Spanier jedenfalls sehr hoch ein. "Spanien ist, so wie sie zuletzt auftraten, ohne Zweifel der Favorit. Sie spielen derzeit den besten Fußball, haben die EURO gewonnen und sind auf einem hohen Niveau", sagte der ehemalige Stuttgarter Bundesliga-Profi.




    "Squadra Azzurra" ohne Cannavaro
    Weltmeister Italien muss in seinem Auftaktspiel beim Confederations Cup in Südafrika am Montag (20:30 Uhr) gegen die USA in Tshwane/Pretoria auf seinen Kapitän Fabio Cannavaro verzichten. Der 35 Jahre alte Innenverteidiger laboriert an einer Wadenverletzung und droht, auch im nächsten Spiel bei der WM-Generalprobe am Kap der guten Hoffnung auszufallen. Die "Squadra Azzurra" trifft in ihrem zweiten Turnierspiel auf Afrikameister Ägypten (18. Juni).



    Cannavaro, der von Real Madrid in der neuen Saison zu seinem Stammclub Juventus Turin zurückkehrt, fehlen noch zwei Länderspiele zum Rekord von Paolo Maldini (126).
    Bafana, Bafana" noch nicht WM-reif
    Südafrikas Fans haben mit einem farbenprächtigen Fußballfest Vorfreude auf die Weltmeisterschaft 2010 geweckt, nur ihr Team ist noch nicht WM-reif.




    362 Tage vor der ersten WM auf dem Schwarzen Kontinent kamen die Gastgeber zum Auftakt des Confed Cups nicht über ein 0:0 gegen den Irak hinaus.

    Tolle Stimmung

    Bei ihrer besten Chance standen sich die Südafrikaner dabei selbst im Weg, als Bernard Parker sechs Minuten vor Schluss einen Kopfball von Kashigo Dikgacoi unfreiwillig auf der Torlinie abwehrte.

    Davon unbeeindruckt sorgten 48.837 Zuschauer im Ellis Park von Johannesburg für eine unvergleichliche Atmosphäre. Mit den Vuvuzelas, ihren langen Plastiktröten, erzeugten die Fans ohrenbetäubenden Lärm, die lautstarke Unterstützung half "Bafana, Bafana" allerdings nicht.

    Südafrika enttäuscht

    Der Afrikameister von 1996, der acht Tage zuvor noch Polen 1:0 geschlagen hatte, enttäuschte über weite Strecken.

    700 Kinder hatten in einer farbenfrohen Eröffnungsfeier die Fußball-Welt willkommen geheißen. Sie formten die südafrikanische Flagge und das Motto "Ke Nako - Es ist Zeit", mit dem Südafrika auf die erste WM auf seinem Kontinent einstimmen will.

    Viele Ungenauigkeiten

    Als FIFA-Präsident Joseph S. Blatter den "Brüdern und Schwestern in Afrika Danke" sagte und versicherte, "der Fußball vertraut euch", wurde er immer wieder vom Jubel der Fans unterbrochen. "Dies ist ein großer Tag für Afrika und für Südafrika", erklärte Staatspräsident Jacob Zuma, als er den achten Confed Cup offiziell eröffnete.

    Den Ankündigungen ihres Staatsoberhauptes, das den Turniersieg gefordert hatte, ließen die Gastgeber wenige Taten folgen. Viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau und Fehlpässe in die Spitze prägten die Partie, nur selten kamen die Südafrikaner gefährlich vor das Tor.

    Chancen leichtfertig vergeben

    Den Schuss von MacBeth Sibaya lenkte Iraks Torhüter Mohammed Kassid mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten (14.). Auch Bernard Parker scheiterte aus spitzen Winkel an dem 22-Jährigen (49.). Thembinkosi Fanteni verfehlte mit einem Kopfball knapp das Ziel (73.), der unmittelbar zuvor eingewechselte Katlego Mashego scheiterte an Kassid (79.).

    Sonst boten beide Teams den Zuschauern wenig, die sich die Partystimmung aber nicht verderben ließen. La Ola schwappte durch den Ellis Park, in dem die Südafrikaner 1995 die Rugby-WM gewonnen hatten. Mit Vuvuzelas und Trommeln gaben die Fans, die schon im Vorfeld des Spiels rund um das Stadion friedlich-fröhlich gefeiert hatten, einen Vorgeschmack auf den WM-Sound 2010.

    Pienaar nur spät eingewechselt

    Der ehemalige Dortmunder Steven Pienaar saß angeschlagen 85 Minuten nur auf Bank, so lastete im südafrikanischen Mittelfeld die ganze Verantwortung auf Publikumsliebling Teko Modise. Der 26 Jahre alte Lokalmatador deutete zwar seine Fähigkeiten an, seine Kollegen gingen aber nur selten auf seine Ideen ein.

    Die Iraker, mit durchschnittlich 24 Jahren und acht Monaten das jüngste Team bei der Mini-WM, machten den Gastgebern mit taktischer Disziplin das Leben schwer, brachten in der Offensive allerdings nur wenig zu Wege. Spielmacher Nashat Akram, der als erster Iraki nach Europa wechselt (zu Twente Enschede), blieb blass.

    Südafrika - Irak 0:0

    Südafrika: Khune - Mhlongo, Mokoena, Booth - Dikgacoi - Gaxa, Modise, Sibaya, Masilela - Parker (85. Pienaar), Fanteni (78. Mashego)

    Irak: Kassid - Ali Kareem, Rehema, Shaker, Abbas - Majeed - Kareem (88. Sadir), Akram, Jasim (74. Hawar Mulla Mohammed) - Mahmoud, Mohammed (76. Zahra)

    Schiedsrichter: Jorge Larrionda (Uruguay)
    Torres-Gala gegen Neuseeland
    Fernando Torres hat Europameister Spanien mit einem Hattrick innerhalb von zwölf Minuten zu einem 5:0 (4:0)-Kantersieg über Neuseeland in der Gruppe A beim Konföderationen-Pokal in Südafrika geführt.



    Der Angreifer vom FC Liverpool traf im Royal-Bafokeng-Stadion von Rustenburg in der 6., 14. und 17. Minute drei Mal. Der Schütze des entscheidenden Tores im EM-Endspiel gegen Deutschland im vergangenen Jahr sorgte damit für den ersten reinen Hattrick in der Confed-Cup-Geschichte, also drei Tore eines Schützen in Folge in einer Halbzeit.

    Spanien in allen Belangen überlegen

    Für die weiteren Treffer der seit nunmehr 33 Länderspielen ungeschlagenen Iberer sorgten Cesc Fabregas in der 24. und EM-Torschützenkönig David Villa in der 48. Minute. Damit untermauerten die Schützlinge von Trainer Vicente Del Bosque ihre Favoritenrolle beim Confed Cup. Der Europameister war den "Kiwis" in allen Belangen überlegen und dominierte von Beginn das Geschehen. Dem Angriffsschwung der Spanier hatte der Ozeanien-Meister wenig entgegenzusetzen.

    Torres sorgte per Schlenzer aus 16 Metern für das frühe 1:0. Auf Vorarbeit von David Villa erhöhte der Reds-Torjäger in der 14. Minute und sorgte per Kopfball auf Flanke von Joan Capdevila für das 3:0. Den schnellsten Hattrick bei einer Weltmeisterschaft hatte im übrigen der Argentinier Gabriel Batistuta am 21. Juni 1998 beim 5:0 gegen Jamaika mit seinem Dreierpack ebenfalls innerhalb von zwölf Minuten erzielt.

    Der nächste Rekord?

    Die spanische Länderspiel-Erfolgsserie begann am 7. Februar 2007 mit einem 1:0-Erfolg über England in Old Trafford von Manchester, drei Monate nach der letzten Niederlage in Cadiz gegen Rumänien. Sollte Spanien auch die Gruppenspiele des Confederations Cup gegen Irak und Südafrika ungeschlagen überstehen, würde ein anderer Rekord egalisiert werden.

    Denn lässt man Niederlagen nach Elfmeterschießen außer Acht, blieb Brasilien zwischen 1993 und 1996 in 35 Spielen ungeschlagen. Niederlagen und Siege nach Elfmeterschließen werden vom Weltverband FIFA statistisch als Unentschieden gewertet.
    Alle feiern "El Nino" - Kritik an Santana
    In Rustenburg feierten die Fans "El Nino" Fernando Torres, in Johannesburg vor allem sich selbst: Zum Auftakt des WM-Testlaufes Confederations Cup in Südafrika schoss sich der 25 Jahre alte Europameister mit dem schnellsten Hattrick in der spanischen Fußball-Geschichte auch in die Herzen der einheimischen Anhänger.



    "Torres, Torres"-Rufe schallten beim 5:0 (4:0)-Auftaktsieg der Spanier gegen Neuseeland durch das Royal Bafokeng Stadion in Rustenburg, rote Trikots und Transparente mit dem Namen des EM-Helden bestimmten das Bild. Der Angreifer vom FC Liverpool hatte mit seinem "Dreierpack" in nur zwölf Minuten (6., 14., 17.) für das erste Turnier-Highlight gesorgt.

    Torres gibt Lob weiter

    "Es ist großartig. Ich fühle mich fast wie zuhause", sagte der England-Legionär, der die Iberer bei der EURO 2008 zum 1: 0-Finaltriumph gegen Deutschland geschossen hatte: "Es ist toll, in einer Mannschaft zu stehen, die Fans auf der ganzen Welt gewinnt." Der blonde Frauenschwarm, dem die Südafrikanerinnen jeden Alters zujubelten, hatte selbst am meisten dazu beigetragen, dass die Spanier ein Jahr vor der ersten WM in Afrika begeistert gefeiert wurden.

    "Torres holt das Gewehr raus", beschrieb in der Heimat die Sporttageszeitung "Marca" martialisch die Gala des England-Legionärs. Der Held des Abends gab das Lob von allen Seiten aber an seine Kollegen weiter: "Ich schulde es ihnen, sie haben so hart für mich gearbeitet."

    Gute Stimmung trotz schwacher Vorstellung

    Bis tief in die Nacht waren unterdessen in Johannesburg die Vuvuzelas zu hören. Die Anhänger von WM-Gastgeber Südafrika ließen sich ihre Stimmung auch vom größtenteils trostlosen Gekicke ihrer Mannschaft zum Auftakt des Konföderationen-Pokals gegen Irak (0:0) nicht vermiesen, sorgten mit ihren langen Plastiktröten und dem damit verbundenen ohrenbetäubenden Lärm für einen Vorgeschmack auf die Stimmung bei der Weltmeisterschaft 2010, wenn "Bafana, Bafana" (Die Jungs) in Aktion treten.

    "Bafana patzt, aber Südafrika trifft", titelte am Montag die Zeitung "The Star" und traf damit den Nagel auf den Kopf. Während auch die internationalen Gäste im Ellis Park von Johannesburg von der gelungenen Eröffnungsfeier und der tollen Stimmung unter den 48.837 Zuschauern schwärmten, war die spielerische Armut der Hausherren nicht wegzudiskutieren.

    "Uns fehlen einfach die ständigen Vergleiche mit Spitzenmannschaften. Für viele in unserer Mannschaft war dies das erste Spiel auf der großen Fußball-Bühne, auch für mich", sagte der 1,98 m große weiße Abwehrrecke Matthew Booth, der bei jedem Ballkontakt mit langgezogenen "Boooth"-Rufen von den Fans gefeiert wird. Der Mann von den Mamelodi Sundowns nahm sich selbst nicht aus, berichtete von einer großen Nervosität vor dem Anpfiff.

    Unfreiwillige Rettungsaktion

    Bezeichnend war die größte südafrikanische Chance in der 84. Minute, die sich die Gastgeber quasi selbst zunichte machten. Bernard Parker wehrte einen Kopfball seines Teamkollegen Kagisho Dikgacoi mit dem Hinterteil unfreiwillig auf der Torlinie der Iraker ab. "Ich wäre am liebsten auf der Stelle tot umgefallen", sagte Parker.

    Die südafrikanischen Medien gingen am Montag mit "Bafana" eher gnädig um, nicht aber Trainer Joel Santana. Der brasilianische Coach musste sich einige kritische Fragen gefallen lassen, nachdem sein Team trotz einer Vielzahl von Torchancen vor allem in der zweiten Halbzeit nichts Zählbares vorzuweisen hatte.

    Trainer wehrt sich gegen Kritik

    So wurde Santana vorgeworfen, den vor dem Spiel angeschlagenen Ex-Dortmunder Steven Pienaar (in der 85. Minute eingewechselt) zu spät gebracht zu haben: "Vielleicht haben Sie ja die Nachrichten verfolgt. Pienaar hat vier, fünf Tage nicht trainiert. Er war nicht fit für 90 Minuten", entgegnete der Trainer, der auf 17:3-Torschüsse seiner Schützlinge verwies und dem Asien-Meister destruktives Spiel vorwarf: "Der Gegner hat nie Fußball gespielt, er wollte nur zerstören."
    Spanien vor Halbfinaleinzug - Südafrika bangt
    Die Rekordjagd der "Furia Roja" soll weitergehen: Nach dem perfekten Einstand von Europameister Spanien beim Confederations Cup in Südafrika durch den 5:0-Kantersieg gegen Neusseeland und dem Zwölf-Minuten-Hattrick von EM-Held Fernando Torres winkt im zweiten Turnierspiel am Mittwoch (16 Uhr/live im DSF) in Mangaung/Bloemfontein gegen den Irak die nächste Bestmarke.



    Ein weiterer Erfolg würde den 14. Länderspielsieg in Folge und damit die Einstellung des Weltrekordes von Brasilien und Frankreich bedeuten. "Es fällt mir unheimlich leicht, in dieser Mannschaft zu spielen. Wir spielen alle auf Top-Niveau", lobte Torres, der in Südafrika von den Fans wie ein Popstar gefeiert wird, den Weltranglistenersten.

    Hitzfeld: Spanien ist Titelfavorit"

    Mit 33 Spielen ohne Niederlage haben die "roten Furien" ohnehin schon eine Bestmarke inne. Und Trainer Vicente Del Bosque hat alle elf Länderspiele mit seiner Mannschaft gewonnen, seit er die Nachfolge von Europameister-Coach Luis Aragones im vergangenen Jahr angetreten hat.

    Der ehemalige Real-Spieler und -Trainer Del Bosque genießt das volle Vertrauen von Torres und Co. "Ich habe genug Erfahrung, um zu wissen, wie groß meine Verantwortung ist. Aber ich weiß natürlich auch, dass ich die richtigen Spieler zur Verfügung habe, um es mit jeder anderen Mannschaft aufzunehmen", sagte der Coach.

    Auch der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld ist vom EM-Champion überzeugt: "Spanien ist der Favorit auf den Titelgewinn beim Confed Cup."

    Südafrika mit "dem Rücken zur Wand"

    Asienmeister Irak ist jedenfalls am Mittwoch krasser Außenseiter, wenngleich das Team von Trainer-Weltenbummler Bora Milutinovic nach dem torlosen Remis zum Auftakt gegen Gastgeber Südafrika sogar vom Einzug ins Halbfinale träumt. "Wir haben eine realistische Chance weiterzukommen", so der serbische Fußballlehrer.

    Angespannter ist die Lage bei den Südafrikanern nach dem enttäuschenden Auftaktspiel gegen die Iraker. In Rustenburg (20:30 Uhr/live im DSF) wartet der Außenseiter Neuseeland. Drei Punkte sind für "Bafana, Bafana" (Die Jungs) Pflicht.

    "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Aber wir dürfen uns nicht von unserem Weg abbringen lassen. Es sind noch zwei Spiele, wir haben noch alle Chancen", sagte der Ex-Dortmunder Steven Pienaar, Mittelfeldstar vom FC Everton. Nachdem er gegen den Irak nur eingewechselt wurde, geht der ehemalige Bundesliga-Profi diesmal von einem Einsatz von Anfang an aus. Er soll dem Offensivspiel seiner Mannschaft mehr Linie verleihen.

    Drei Punkte sind Pflicht

    Der zweite Starspieler in Reihen von Bafana, Teko Modise, weiß allerdings auch um die schwierige Ausgangssituation: "Der Druck ist noch größer geworden. Deshalb ist das kommende Spiel noch schwieriger." Außerdem wartet zum Abschluss der Vorrunden-Gruppe A der Europameister auf den Confed-Cup-Gastgeber.

    Der umstrittene südafrikanische Nationaltrainer Joel Santana warnt vor zu großem Optimismus: "Das Duell gegen Neuseeland wird nicht einfach. Wir brauchen vier oder fünf Punkte für den Einzug ins Halbfinale." Alles andere als drei Zähler gegen die "Kiwis", die von den Spanier förmlich auseinandergenommen wurden, würde eine weitere herbe Enttäuschung für das Team vom Kap der guten Hoffnung bedeuten.
    Südafrika feiert Parker
    Südafrikas "Bafana, Bafana" haben ihren Fans beim Confed Cup endlich einen Grund zum Feiern gegeben. Der Gastgeber stürmte im zweiten Spiel der Generalprobe für die WM 2010 zu einem 2:0 (1:0) gegen Neuseeland und wahrte mit seinem ersten Sieg die Chance auf das Halbfinale.



    Ausgerechnet Bernard Parker, der beim enttäuschenden 0:0 zum Auftakt der Mini-WM gegen den Irak kurz vor Schluss auf der Torlinie unfreiwillig den Siegtreffer verhindert hatte, ließ die 36.598 Zuschauer in Rustenburg jubeln. Der Stürmer von Roter Stern Belgrad erzielte in der 21. und in der 52. Minute die beiden Tore.

    "Endspiel" gegen Spanien

    Mit einem Punkt im letzten Vorrundenspiel der Gruppe A am Samstag (20:30 Uhr/live im DSF) gegen den bereits qualifizierten Europameister Spanien kann der Afrikameister von 1996 den Einzug in die Runde der letzten Vier perfekt machen. Die "Kiwis" dagegen, die zum Auftakt 0:5 gegen die Iberer verloren hatten, sind bereits vor ihrer letzten Partie am Samstag (20:30 Uhr) gegen Asienmeister Irak gescheitert.

    Mit den Elefanten-Trompeten aus Tausenden Vuvuzelas, Tanzen und Singen ohne Pause sorgten die Fans wieder für eine unvergleichliche Atmosphäre. "Wenn man nach Afrika geht, ist es laut. Da ist Energie, Rhythmus, Trommeln, Lärm - das ist Afrika", lobte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter die Stimmung im Stadion, die erneut einen Vorgeschmack auf die WM im kommenden Jahr gab.

    Die Fans hatten schon lange vor dem Anpfiff gefeiert. Doch wieder blieben etliche Ränge leer. Dabei hatte der König des Bafokeng-Stammes, auf dessen Land die WM-Arena liegt, kurzerhand noch 10.000 Tickets gekauft und sie an Kinder und Jugendliche verteilt. König Leruo Molotlegi, der auf der Ehrentribüne neben Blatter saß, kann es sich leisten. Das Stammesgebiet beherbergt die größten bekannten Platinvorkommen der Erde. Aus den Einnahmen wurde das Royal-Bafokeng-Stadion errichtet, das bei der Mini-WM seine internationale Premiere erlebt.

    Pienaar überzeugt

    "Bafana haben seit fünf Jahren nicht mehr in einem ausverkauften Stadion gespielt. Das hat auch mit der Leistung zu tun", sagte WM-OK-Chef Danny Jordaan mit Blick auf die erneut nicht volle Arena.

    Diesmal stimmte die Leistung. Angetrieben vom Ex-Dortmunder Steven Pienaar, der gegen den Irak erst kurz vor Schluss eingewechselt worden war, dominierten die Gastgeber das Spiel. Im Abschluss zeigten sie allerdings erneut große Schwächen. So brachte Parker zunächst nach einer schönen Kombination nur ein schwaches Schüsschen zustande (8.), dann schoss Pienaar genau in die Arme von Torhüter Glen Moss (17.).

    Neuseeland deutlich unterlegen

    Dem Führungstreffer ging eine schöne Einzelaktion von Tsepo Masilela voraus, dessen Hereingabe Parker zum 1:0 verwertete. Der Serbien-Legionär hatte wenig später nach einem sehenswerten Alleingang das 2:0 auf dem Fuß, doch Moss rettete in letzter Sekunde mit dem Fuß (32.).

    Die technisch arg limitierten Neuseeländer kamen erst in der 34. Minute zur ersten Torchance. Kapitän Tim Brown scheiterte aus zwölf Metern, weil der den Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte. Auch beim 2:0 leistete Linksverteidiger Masilela die Vorarbeit.
    "Pyjama-Training" und Leistungstief
    Beim Confed Cup in Südafrika plagen die beiden Bundesliga-Profis von Bayern München unterschiedliche Probleme.



    Für Lucio und Co. hieß es vor ihrem zweiten Spiel am Donnerstag (16 Uhr/live im DSF) gegen die USA in Tshwane/Pretoria nach den Strapazen der vergangenen Tage laut Teamarzt Jose Luis Runco "ausruhen, locker trainieren und sich gut ernähren".

    "Wir sind müde"

    Das verordnete "Pyjama-Training" (Runco) mit Vitaminpräparaten und die Regeneration fördernden Aminosäuren soll die Selecao nach fünf Flügen und drei offiziellen Spielen in den vergangenen zwei Wochen wieder fit und anders als beim mühsamen 4:3 zum Auftakt gegen Ägypten auch wieder hellwach machen. "Unser Team ist müde", klagte Lucio: "Ich habe mit einigen Spielern gesprochen, keiner konnte bislang gut durchschlafen."

    Während sein brasilianischer Clubkollege noch mit den Spätfolgen des Jetlags kämpft, hat Luca Toni vor dem Spiel am Donnerstag (20:30 Uhr/live im DSF) in Johannesburg gegen Ägypten ganz andere Sorgen.

    Der 32-Jährige ist in der Squadra Azzurra nur noch dritte Wahl und bei Trainer Marcello Lippi in Ungnade gefallen. "Lippi rüttelt Toni wach", schrieb die Sporttageszeitung Tuttosport und ergänzte, der Münchner sei "in eine gefährliche Krise" geraten.

    Konkurrenz punktet

    Beim Training forderte Lippi Toni immer wieder zu mehr Aktivität auf. "Um ihn macht sich der Trainer am meisten Sorgen", urteilte Tuttosport. Beim Auftaktmatch gegen die USA (3:1) hatte der Bayern-Angreifer 68 Minuten auf der Ersatzbank gesessen und in der Schlussphase leichtfertig zwei Riesenchancen vergeben.

    Zudem musste er mit ansehen, wie ihm zunächst Alberto Gilardino und Vicenzo Iaquinta vorgezogen wurden und danach Einwechsel-Stürmer Giuseppe Rossi mit zwei Toren zum umjubelten Matchwinner wurde.

    Gelassener Kaka

    Brasilien setzt indes gegen die USA, die wie Ägypten um ihre letzte Halbfinalchance kämpfen, auf Superstar Kaka. Der zweitteuerste Fußballer der Welt war beim Auftakt der einzige, der in den entscheidenden Momenten wach war.

    "Ich bin ein Führungsspieler", sagte der Weltfußballer von 2007, der vom AC Mailand zu Real Madrid wechselt: "Ich gehe ganz gelassen mit dieser Aufgabe um, weil sie etwas ganz Natürliches ist, nichts, was mir aufgedrückt wurde."

    Titelansprüche

    Trotz der großen Probleme zum Turnierbeginn gegen Ägypten sieht der Mittelfeldstar, der mit zwei Toren gegen Ägypten Matchwinner war, den Titelverteidiger "auf einem guten Weg". Allerdings gebe es "noch einige Sachen zu verbessern".

    Wie im Auftaktspiel, als er den entscheidenden Elfmeter in der Schlussphase verwandelte, will Kaka "zu den Siegen meiner Mannschaft beitragen. In Mailand bin ich ein entscheidender Spieler gewesen, das bin ich auch in der Selecao", sagte der 27-Jährige selbstbewusst: "Ich will sie in Südafrika zum Titel führen."
    Dortmunds stürmer Zidan im interview



    Das ganze Land feiert!"
    Dortmunds Angreifer Mohamed Zidan sorgt momentan mit der Nationalmannschaft Ägyptens beim Confederations Cup für Furore. Im Interview spricht er über den historischen Sieg gegen Italien.



    Frage: Mohamed Zidan, Sie haben als erste afrikanische Mannschaft Weltmeister Italien geschlagen. Welche Bedeutung hat dieser Sieg?

    Mohamed Zidan: Wir haben alle in Ägypten glücklich gemacht. Zu Hause wird groß feiert. Mein Bruder hat angerufen und erzählt, dass das ganze Land feiert.

    Frage: Auch die Südafrikaner haben Ihren historischen 1:0-Sieg gegen den Weltmeister frenetisch gefeiert...

    Zidan: Es war ein Gefühl, als ob wir zu Hause gespielt hätten. Jetzt hoffe ich natürlich, dass wir auch bei der WM 2010 hier sein werden.
    Spanien gewinnt, aber auch Südafrika feiert
    Gastgeber Südafrika ist Europameister Spanien, der mit dem 15. Sieg in Folge einen Weltrekord aufstellte, ins Halbfinale des Confed Cups gefolgt.



    Im direkten Aufeinandertreffen zum Vorrundenabschluss in Bloemfontein siegte der Weltranglistenerste 2:0 (0:0) und wurde mit neun Punkten Vorrundensieger der Gruppe A. Trotz der Niederlage kamen "Bafana Bafana" (4 Zähler) weiter, da Asienmeister Irak im Ellis Park von Johannesburg über ein 0:0 gegen Ozeanien-Champion Neuseeland nicht hinauskam.
    Italiens "Mumien" vor der Abreise
    Den italienischen "Mumien" droht die Abreise, Ägyptens Fußball-Helden träumen vom nächsten Coup: Beim Vorrundenfinale des Confed Cups in Südafrika könnte Weltmeister Italien schon auf der Strecke bleiben.



    Ausgerechnet gegen Rekord-WM-Champion Brasilien muss die "Squadra Azzurra" neues Leben zeigen, wenn sie nicht schon vor dem Halbfinale nach Hause fliegen will.

    Buffon geständig, aber optimistisch

    "Wir sind keine Mumien", meinte Torhüter Gianluigi Buffon, nachdem die heimische Presse die älteste Mannschaft des Turniers nach der historischen 0:1-Pleite gegen Ägypten so genannt hatte: "Wir waren schwach, das ist wahr. Aber wir können es noch schaffen."

    Um doch noch in die Runde der letzten Vier vorzustoßen, muss der Weltmeister am Sonntag (20:30 Uhr/live im DSF) in Pretoria möglichst mit mindestens zwei Toren Unterschied gegen Titelverteidiger Brasilien gewinnen.

    Selbstbewusste Ägypter lauern

    Ansonsten könnten die "Pharaonen" den Italienern mit einem deutlichen Sieg zeitgleich in Rustenburg gegen die USA zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen einen dicken Strich durch die Rechnung machen und selbst ins Halbfinale einziehen.

    "Wir haben großes Selbstbewusstsein", sagte Ägyptens Dortmunder Bundesliga-Profi Mohamed Zidan vor dem Fernduell am Sonntag, bei dem er allerdings wegen einer im Italien-Spiel erlittenen Oberschenkelverletzung passen muss. Und Co-Trainer Shawky Gharib erklärte: "Wir haben die gleichen Chancen wie Brasilien oder Italien. Wir haben es selbst in der Hand. Wenn wir hoch gewinnen, ist es egal, was die anderen machen."

    Der sechsmalige Afrikameister hat die schlechtere Tordifferenz gegenüber den punktgleichen Azzurri (je drei Zähler). Brasilien (6) reicht bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen, die Amerikaner (0) haben nur noch theoretische Chancen.

    Robinho kündigt Steigerung an

    Doch mit einem Remis will sich die "Selecao" nicht begnügen. Stümerstar Robinho drohte den Italienern bereits, die 3:0-Gala gegen die USA sei noch nicht das Maximum gewesen: "Wir haben gut gespielt, aber wir werden in den nächsten Spielen noch steigern."

    Trainer Dunga war indes mit den Fortschritten gegenüber dem mühsamen 4:3 zum Auftakt gegen Ägypten schon sehr zufrieden: "Wir haben den Ball sehr schnell zirkulieren lassen. Das ist unser Spiel", sagte der frühere Bundesliga-Profi.

    Kritisierter Lippi glaubt an Happy End

    In Italien sind derweil die Weltmeister von 2006, auf die Trainer Marcello Lippi noch immer setzt, massiv unter Beschuss geraten. "Der Catenaccio funktioniert nicht mehr", urteilte die Sporttageszeitung Tuttosport über die löchrige Defensive, der auch Kapitän Fabio Cannavaro keine Stabilität verleihen konnte. Als "leblos" und "lahm" beschrieben die Gazetten zudem die Offensive um Mittelfeldstar Andrea Pirlo.

    Lippi, dem das Festhalten an der alten Garde vorgeworfen wird, glaubt dennoch an ein Happy End in Südafrika. "Die Leistungen waren enttäuschend", gab der Trainerfuchs zu: "Aber die Mannschaft wird in der Lage sein, eine neue Harmonie zu entwickeln." Zu dieser neuen Harmonie wird aller Vorraussicht nach Bundesliga-Star Luca Toni erneut nicht beitragen dürfen. Der Bayern-Stürmer, der auch gegen Ägypten nach seiner Einwechslung enttäuschte, wird wohl wieder auf der Bank sitzen.

    Auch Buffon glaubt noch an eine Wende. "Wir dürfen keine Hochrechnungen anstellen und schauen, was anderswo passiert", sagte der Torhüter: "Wir müssen selbst gewinnen und zeigen, dass wir mit einem der Top-Favoriten für die WM im nächsten Jahr mithalten können."
    Brasilien und USA ziehen ins Halbfinale ein
    Nach einer denkwürdigen Niederlage gegen die brasilianischen Fußball-Zauberer ist für Weltmeister Italien die Mini-WM schon beendet.



    Die Squadra Azzurra leistete sich beim Confed Cup in Südafrika eine peinliche 0:3 (0:3)-Pleite im Klassiker gegen den Rekordweltmeister und verpasste damit das Halbfinale. In die Runde der letzten Vier zogen neben Titelverteidiger Brasilien überraschend die USA ein, die Afrikameister Ägypten 3:0 (1:0) in Rustenburg bezwangen.
    Moin, ich schau jetz schon das dritte spiel und ich bin jetz schon total genervt.

    Gehen euch diese 90min Trompeten von den ganzen leuten da auch auf den sack??? Ich frag mich was der scheiss soll! ohne sinn und verstand trompeten die da.

    am besten wir alle gehen dagegen vor!!!


    PRO GEHÖRSCHUTZ 2010 :D :D :D
    Alves zerstört Südafrikas Final-Träume
    Durch einen traumhaften Freistoß zieht der Rekord-Weltmeister erneut ins Confed-Cup-Finale ein. Südafrika überzeugt über weite Strecken.

    Joker Dani Alves hat den Topfavoriten Brasilien mit einem Traumtor ins Finale des Confederations Cups geschossen.

    Der Rechtsverteidiger vom Champions-League-Sieger FC Barcelona verwandelte gegen den couragiert auftrumpfenden WM-Gastgeber Südafrika in der 88. Minute einen Freistoß von der Strafraumgrenze zum insgesamt schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Erfolg.

    Erst sechs Minuten zuvor war Alves eingewechselt worden.

    Der Rekord-Weltmeister und Titelverteidiger Brasilien darf damit am Sonntag im Endspiel gegen die USA in Johannesburg (ab 20.15 Uhr LIVE, und live im DSF) vom dritten Confed-Cup-TitelTitel nach 1997 und 2005 träumen ;)